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Die Ausgangssituation für das hier vorgestellte Vorhaben ist durch die Herstellung einer Dachunterspannbahn (Folie) für die Bauindustrie gegeben. Es handelt sich hierbei um ein Produkt der Firma Dörken in Herdecke, das unter dem Handelsnamen Delta-Foxx vertrieben wird. Diese Folie wird auf einer Bandbeschichtungsanlage hergestellt. Zur Produktion durchläuft die Trägerfolie zunächst eine Beschichtungsstation (Streichanlage), in der hydrophobierende Substanzen in flüssig-pastöser Form aufgetragen werden. Anschließend wird die beschichtete Bahn in Kammern konditioniert und getrocknet. Die Motivation für die Projektdurchführung ist in der während der Trocknung gegebenen Bildung von Emissionen ersichtlich.

Im Vorfeld des Projektes wurden verschiedene Abluftreinigungsverfahren entsprechend dem Stand der Technik untersucht. Nach einem Vergleich verschiedener Abluftreinigungsverfahren wurde die Vorteilhaftigkeit des Niedertemperatur-Plasmaverfahrens (NT-Plasmaverfahren) für den hier vorliegenden Anwendungsfall ersichtlich. Da Erfahrungswerte, aber auch theoretische Grundlagen des NT-Plasmaverfahrens für diesbezügliche Anwendungen nicht vorlagen, wurden Analogien zu bis dato vorliegenden Erfahrungen mit plasmatechnischen Anwendungen zur Luftreinhaltung hergestellt. Hierbei konzentrieren sich bisherige NTP-Anwendungen in anderen Industriebereichen ebenfalls auf die Behandlung von gering konzentrierten, leicht oxidierbaren und geruchsintensiven Emissionen. Zur Absicherung der Übertragbarkeit wurden Voruntersuchungen mit einer kleintechnischen Versuchsanlage vorgenommen.

Aufgrund der hierbei erhaltenen positiven Ergebnisse erfolgte der Entscheid zur weitergehenden Untersuchung der technischen Anwendbarkeit des NTP-Verfahrens auf das bei Firma Dörken gegebene Emissionsgeschehen. Dies erfolgte durch die Installation einer Versuchsanlage im halbtechnischem Maßstab.

Durch die Förderung des EU LIFE-Programms konnte folgend die Realisierung des technischen Verfahrens ermöglicht werden. Es erfolgte hierbei die Errichtung einer katalysatorgestützten NT-Plasmaanlage, bestehend aus einer Plasmagenerationsstufe zur Erzeugung von chemischen Radikalen. Dieser ist eine Katalysatorstufe nachgeschaltet. Mit dieser Grundanlage werden die entsprechenden Langzeituntersuchungen, wie auch Optimierungen des Verfahrens durchgeführt. Der bisherige Projektverlauf sowie die geplanten weiteren Arbeiten sind nachfolgend beschrieben.

Förderungswürdiger Inhalt des Projektes im Sinne von LIFE ist weiterhin die Realisierung eines Energieverbundes. Durch diesen Energieverbund wird der Betrieb der Gesamtanlage, bestehend aus Produktionsanlage und Abluftreinigung, im Vergleich zur bisherigen Betriebsweise ohne Abluftreinigung, nicht verteuert. Zur Umsetzung dieses Energieverbundes wird insbesondere Abwärme nach der Plasmastufe in die Trockner zurückgeführt. Weitere Optionen zur Abwärmenutzung werden mit untersucht. Die durch die bisherige Projektarbeit gewonnenen Erkenntnisse zur Anwendbarkeit der NT-Plasmatechnik und der aktuelle Stand des Projektes sollen Interessenten hier zugänglich gemacht werden.

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18.07.2008

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